Datenrettung beginnt nicht mit einem beliebigen Recovery-Programm, sondern mit der Frage, warum der Datenträger nicht mehr funktioniert. Die falsche Maßnahme kann die Chancen auf eine Wiederherstellung verschlechtern. See-IT-Service prüft Speichermedien von Kunden aus Moos und der Höri und entscheidet anhand des Fehlerbilds über das weitere Vorgehen.
Defekte Festplatte (HDD)
Klassische Festplatten besitzen bewegliche Teile. Klickende, schleifende oder wiederholt anlaufende Geräusche können auf mechanische Schäden hinweisen. In solchen Fällen sollte der Datenträger ausgeschaltet bleiben. Wiederholte Startversuche können Plattenoberflächen oder Schreib-/Leseköpfe zusätzlich beschädigen.
Lesefehler und instabile HDD
Wenn eine Festplatte noch erkannt wird, aber extrem langsam reagiert oder Lesefehler meldet, ist ein sektorweises Image oft sinnvoller als das direkte Kopieren einzelner Ordner. Ziel ist, den Originaldatenträger möglichst wenig zu belasten und die eigentliche Dateirekonstruktion später auf einer Kopie durchzuführen.
SSD-Datenrettung
SSDs haben keine Mechanik, sind aber nicht automatisch einfacher zu retten. Controllerdefekte, Firmwareprobleme oder ausgefallene NAND-Bausteine können dazu führen, dass ein Datenträger plötzlich nicht mehr erkannt wird. Bei gelöschten Dateien wirkt außerdem TRIM: Freigegebene Speicherblöcke können intern bereinigt werden, wodurch eine Wiederherstellung unmöglich werden kann.
USB-Sticks und Speicherkarten
USB-Sticks können durch beschädigte Steckverbinder, Controllerfehler oder defekte Speicherchips ausfallen. Bei physischen Schäden sollte der Stick nicht gebogen oder wiederholt ein- und ausgesteckt werden. Bei Speicherkarten gilt ebenfalls: Nach versehentlichem Löschen nicht weiter fotografieren oder neue Dateien speichern.
Gelöschte Dateien oder formatierter Datenträger
Ob gelöschte Daten wiederhergestellt werden können, hängt davon ab, ob die entsprechenden Speicherbereiche bereits überschrieben wurden. Deshalb ist es falsch, Recovery-Software auf demselben betroffenen Datenträger zu installieren. Auch wiederhergestellte Dateien sollten nie auf das Quellmedium zurückgeschrieben werden.
Wann ein Reinraumlabor nötig ist
Bei mechanisch beschädigten HDDs kann ein spezialisiertes Labor mit geeigneter Reinraumumgebung erforderlich sein. Ein Öffnen einer Festplatte außerhalb einer passenden Umgebung ist keine seriöse Standardmaßnahme. Die Diagnose entscheidet, ob eine interne Bearbeitung möglich ist oder der Fall an ein spezialisiertes Labor weitergegeben werden muss.
Datenrettung für Moos und Umgebung
Speichermedien aus Moos können über See-IT-Service zur Diagnose gebracht bzw. im Rahmen des Service abgewickelt werden. Technische Details und Hinweise finden Sie zusätzlich auf der Datenrettungsseite von See-IT-Service.
Kontakt und Termin
Für einen Vor-Ort-Termin in Moos oder einen Werkstattauftrag erreichen Sie See-IT-Service unter 07732 / 94 56 133. Alternativ können Sie den Termin bzw. Reparaturauftrag online vorbereiten.